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Hier findet Ihr uns:

Phantom Schalmeien e.V.

Zell am Harmersbach

Dirk Helwig

Schillerstr. 3

77736 Zell a.H.

Tel.: 07835/218112

 

Wir Proben!

Wann

Montag

18.00 - 21.00 Uhr

Freitag

18.30 -20.30 Uhr

 

Wo

Kulturzentrum

Kleiner Saal

Zell am Harmersbach

 

 

 

 

 Die Schalmei

 

Die Geschichte der Schalmei geht bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung zurück, dabei ist sie wie so viele Instrumente orientalischen Ursprungs. Um euch die Geschichte der Schalmei näher zu bringen, haben wir hier das Funktionsprinzip und einige Etappen bis zur heutigen Schalmei nieder geschrieben.

Ihren Namen hat die Schalmei wegen ihres samtweichen Klanges. Sie hat aber sonst mit der ursprünglichen Schalmei keine Gemeinsamkeit

Funktionsprinzip

Der Ton der Schalmei wird über Stimmzungen aus Metall, die am unteren Ende jedes Schallbechers befestigt sind, erzeugt, weshalb man einfach nur hineinzublasen braucht. Die Stimmzungen übernehmen dann die Aufgabe der Lippen (z.B. bei der Trompete). Allerdings ist dadurch der Tonumfang beschränkt und die Instrumente sind sehr schwer, weil jede Stimmzunge einen eigenen Schallbecher benötigt. Wieder der Vergleich zur Trompete: Hier werden halt die Lippen in Schwingung gebracht, so dass man je nach Größe der Schwingung auf einem Griff mehrere Töne erzeugen kann. Weil der Ton direkt im Mundstück erzeugt wird, benötigt man nur einen Schallbecher. 

Die Altertümliche Schalmei

Das Prinzip der Tonerzeugung ist schon uralt: Ein Schilfrohr wird so geschnitten und gebunden, das ein schmaler ovaler Spalt entsteht, durch den die Luft gepresst und zum vibrieren gebracht wird. Schon die antike Aulos scheint nach diesem Prinzip funktioniert zu haben. Kreuzfahrer brachten die orientalische Zamr mit nach Europa, wo sie bald zur Schalmei weiterentwickelt wurde. Berichte über ein Instrument Namens Chalamelle oder Chalemie (von lat. calamus = Rohr) sind bereits in Quellen des 12. Jh. zu finden. Die Bauform änderte sich ständig. So gibt es z.B. die kürzere Form, wie sie häufig im Codex Manesse zu sehen ist, und eine längere, schmalere, wie z.B. auf dem berühmten Gemälde von Memling. Überlebt hat die Schalmei in der heutigen Konzert-Oboe. (von Hautebois = lautes Holz). Im Spätmittelalter und mit Beginn der Renaissance taucht ein weiteres Doppelrohrblatt-Instrument auf: die Rausch-, oder Schreyerpfeiffe, welche heute oft fälschlicherweise auch als Schalmei bezeichnet wird. Der Name verdeutlicht schon, wie das Instrument geklungen hat: Laut, heiser, durchdringend. Man umgab das anfällige Rohrblatt der Schalmei mit einer sog. Windkapsel, wodurch dieses Instrument leichter spielbar wurde. Allerdings entfielen dadurch auch die spielerischen Möglichkeiten der Klangmodulation. Schalmay, Ciamarella , Kalamia (von Kalmos , Calamus = Halmrohr ), der Name kommt aus Griechenland. Seit dem Mittelalter ist die Schalmei bei den Hirten in ganz Europa verbreitet.

Sie wird als primitives Volksinstrument mit trichterförmiger Gestalt beschrieben. Mit einem plattgedrückten Halm wird sie zum Klingen gebracht. Die Spieltechnik war anders als bei der heutigen Oboe, der Halm (Rohrblatt) wurde ganz in den Mund genommen, der Mund diente sozusagen als "Windkapsel". Eine Windkapsel, in der das Rohrblatt geschützt war, wurde später auf das Instrument aufgesetzt. Auf diesem Prinzip beruht die heute verwendete "Spielleute-Schalmei" auch, allerdings hat sich sonst nicht mehr viel mit dem alten Instrument "Schalmei" gemeinsam.

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